Babybrei selber kochen/dampfgaren – Die Grundsätze

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Gesund kochen Baby Kind

Babybrei gibt es in jedem Drogerie- und Supermarkt. Auch zu ganz erschwinglichen Preisen. Es gibt aber dennoch einen richtig guten Grund um Babybrei selber zu kochen: Man kann sich zu 100% sicher sein, was drin ist! Klar, gibt es für Hersteller gewisse Angabenpflichten usw. aber ist man sich damit zu 100% sicher? Wer Babybrei selber kochen möchte, kann jedenfalls nicht viel falsch machen gegenüber dem Gläschenkauf im Supermarkt. Ich erzähle euch, was man dabei beachten muss, wie wir das bei unserer Tochter gemacht haben und wo ihr weitere Anregungen und Rezepte findet!

Los gehts! Wie fange ich an mit dem Thema Babybrei?

Also, natürlich ist Babybrei eine Wissenschaft für sich, weil es ja 1 Million Bücher zu dem Thema gibt. Wir haben uns am Anfang auch 3 oder 4 solcher Bücher (unter anderem dieses hier ist nicht schlecht) zugelegt und nunja, wahrscheinlich hätten 2 auch gereicht… Egal, für frische Eltern sind solche Bücher zu empfehlen, man liest sich etwas ein und kann tief in die Materie eintauchen. Wer nur das wesentliche zum Thema wissen möchte, der liest hier erstmal einfach weiter 😉

Welche Vorteile hat es, wenn ich den Babybrei selber mache?

In meinem Augen besteht der größte Vorteil darin, dass man die Zutaten selber aussuchen kann. Ob das nun dadurch bedingt ist, dass dein Kind nur bestimmte Sachen mag oder ob man die Zutaten dort einkaufen kann wo man will und welcher Art. Stichwort „BIO“! Der Nachteil ist klar (zumindest auf Dauer): Die Zubereitung benötigt natürlich Zeit. Ein Gläschen Babybrei ist im Supermarkt schnell in den Einkaufswagen gepackt und Zuhause auch schnell geöffnet und erwärmt. Wir selber haben es je nach Situation gehandhabt, heißt: Wenn Zeit ist, wird der Babybrei selber zubereitet.

Ab wann kann ich meinem Baby Brei füttern?

Im Grunde genommen gibt es da keine feste Regel, aber so ca. ab dem 5. Lebensmonat kann man seinem Baby Brei selber kochen. Beim Thema Essen/Stillen/Brei gehen die Meinungen manchmal weit auseinander. Es gibt auch Eltern, die ihrem Baby von Anfang an (also nach dem Stillen natürlich) richtiges Essen in die Hand drücken und ab geht die Post. Ob das gut oder schlecht ist, darüber möchte ich nicht urteilen, meine Empfehlung wäre so ab dem 5./6. Monat mit Beikost beim Baby anzufangen. Auf dieser Seite wird sogar empfohlen, erst ab dem 7. Monat anzufangen, wegen drohender Allergien.

Man kann aber auch beim Baby die ersten Anzeichen für den Start mit Beikost erkennen. Einfach mal unter http://www.breirezept.de vorbeischauen, dort gibt es auch viele, viele weitere Informationen zum Thema Babybrei bzw. Beikost.

Was kann ich meinem Baby als Brei geben?

Die geläufigsten Zutaten für Babybrei sind sicherlich Kartoffeln, Karotten und viele andere Gemüsesorten. Wenn das Baby mit der Zeit immer besser essen kann, dann kann man auch noch Fisch und Fleisch zugeben. Das aber etwas später und nicht gleich am Anfang.

Kleiner Tipp zwischendurch: Als „Fingerfood“ für das Baby eignen sich übrigens auch gut Gurken und Avocados. Die müssen noch nicht mal gekocht werden und können auch schon ab dem 5. Monat gereicht werden. Bei der Gurke nur aufpassen, dass sich das Baby nicht an zu großen Stücken verschluckt.

Kartoffeln, Süßkartoffeln, Karotten, Pastinaken, Kürbis, Zucchini (Gut durchgegart / leicht verdaulich)

Kohlrabi, Blumenkohl, Mais, Sellerie, Brokkoli, Fenchel

Rosenkohl, Spinat, Erbsen, Aubergine, Rote Beete

Tomaten und Paprika (Hoher Säureanteil / „Haut“ schwer verdaulich)

Wann gebe ich meinem Kind welche Art von Brei?

Am besten man startet natürlich mit etwas sehr bekömmlichen, gut verdaulichen Babybrei. Die meisten garen dafür Karotten oder Pastinaken – evtl. ja auch beides – und bieten es dem Kind an. In den meisten Fällen ist das Baby sehr erfreut und das es eine Riesensauerei gibt, muss ich nicht erwähnen? 😉 . Wenn es dann auch mal ein bisschen Abwechslung sein soll, gibt man mal die eine oder andere Zutat hinzu oder lässt etwas weg, wenn es dem Baby nicht schmeckt. Ein paar mögliche Zutaten sind ja oben in der kleinen Tabelle zu sehen. Aber auf eines sollte man ganz streng achten:

KEINE GEWÜRZE DEM BREI ZUFÜGEN! Ein Baby braucht kein Pfeffer, Salz oder exotische Gewürze im Brei!

Wirklich, lasst es sein. Es ist unnötig und könnte auch bei den falschen Gewürzen für schlimme Nebenwirkungen sorgen.

Wenn das Kind nach und nach höhere Ansprüche an Geschmäckern hat, dann könnte man auch mal etwas Fisch oder Fleisch mit in den Brei geben. Natürlich fein zerkleinert und immer schön darauf achten, dass es sich um mageres und frisches Fleisch handelt. Und, als wenn man sich das nicht denken könnte: Well done und nicht Rare (Gut durchgegart!).

Babybrei selber kochen, äh, Dampfgaren!

Hat man nun alles beachtet und die Zutaten für das kleine Festmahl beisammen, muss man sie noch zubereiten. Man kann die Zutaten kochen oder dampfen.

Wir selber haben uns für das Dampfgaren entschieden (schonende Zubereitung, mehr Nährstoffe und Vitamine) und haben uns gleich zu Beginn den Dampfgarer von Philips Avent (Siehe Bild links) zugelegt und es niemals bereut. Alle Zutaten rein (bei gleicher Gardauer) mit etwas Wasser, garen lassen, pürieren, servieren. Einfacher geht’s kaum mit diesem All-In-One-Gerät. Alternativ kann man die Sachen natürlich auch kochen und dann mit einem Mixer oder Pürierstab zu einem Brei zerkleinern. Da gibt es eine Menge Auswahl an Geräten, die man beachten sollte, falls man vor hat sehr große Mengen zuzubereiten um dann einen Teil einzufrieren.

Das Ganze, also mit Waschen, Schneiden, dampfen,  dauert so um die 20 bis 30 Minuten. Aber ich finde, dass es das Wert ist. Und nebenbei gesagt, unsere Tochter hat den selbstgemachten Brei immer lieber als den gekauften gegessen.

Gibt es auch noch Breirezepte?

Ja, es gibt eine ganze Menge, die ich hier aber nicht noch mit aufführen möchte. Wer auf der Suche nach gesunden und nährhaften Rezepten für Babybrei ist, der sollte sich mal die folgenden Seiten anschauen. Ich bin mir sicher, dass ihr eine Menge guter Rezepte finden werdet. Und ganz ehrlich, manchmal ist weniger mehr. Nicht gleich 5 verschiedene Zutaten zusammenmischen um irgendwie die verschiedenen Vitamine/Nährstoffe abzudecken. Man kann zum Brei ein gesundes Öl oder einen Schluck vitaminreichen Saft untermischen um den Bedarf abzudecken.

Also, hier ein paar gute Seiten mit guten Babybrei-Rezepten, damit ihr euren Babybrei selber kochen bzw. dampfgaren könnt 🙂 Viel Spass!

Löffel für Löffel – Eine Seite mit vielen Rezepten, nach Zutaten und Anlässen sortiert.

Kindergesundheit-Info – Ein paar weitere, simple Grundrezepte für Babybrei in den ersten 12 Monaten.

EatSmarter – Das ist schon gehobene Küche für’s Baby!

Chefkoch – Auch dort lassen sich so einige Beikost-Rezepte für Brei finden. Lasst euch inspirieren!

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